Ausstellung von Carmen Windt

  • 01.08.2014
  • Aktuelles
  • von

Die Computerbilder von Carmen Windt zeigen virtuelle Räume mit ungewohnten Perspektiven, zweidimensionale Bilder kippen anscheinend in die 3. Dimension, Versatzstücke der Realität erscheinen farblich verfremdet und beflügeln die Fantasie, abstrakte oder filigrane Formen erobern die Bildebenen und eröffnen unterschiedliche Interpretationsansätze. Die Grafiken können in drei Motivgruppen einordnet werden: Versatzstücke aus der Realität, geometrische Formgestaltung und Inspirationen. Bei allen Motiven aber spielt die farbliche Gestaltung und die Fantasie der Künstlerin, die sie in den kreativen Prozess einfließen lässt, eine besonders große Rolle. Ferner haben alle Kunstwerke eine Gemeinsamkeit, sie besitzen eine positive Grundstimmung und sie zeugen von der Perfektion und dem sicheren Blick mit dem die Künstlerin ihre Bilder gestaltet.

Der kreative Prozess des Entstehens der Druckgrafiken geht mit sehr, sehr vielen kleinen und größeren Bearbeitungsschritten einher. Carmen Windt benutzt dazu unterschiedliche Programme. Micrograf x, Paintshop Pro oder Photoshop. Sie besitzt einen großen Stamm an selbsthergestellten „Images“/ Bildern aus denen sie immer wieder neue Computergrafiken entwickeln kann, manche sehr gezielt, einige sind aber auch phantastische Zufallsprodukte. Der kreative Prozess setzt sich einerseits aus der großen Spielfreude und Neugierde zusammen mit der Carmen Windt ihre Computerprogramme anwendet und ausprobiert und andererseits aus ihrer überbordenden Fantasie. Es entstehen durch die Computerbearbeitung vage Ansätze von inhaltlichen Aussagen, die sie dann konsequent weiter verfolgt. Der Zufall spielt also auch eine kleine Rolle. Es ist zu vergleichen mit der Vorgehens-weise der sogenannten „freien Assoziation“, wie sie beispielsweise die Surrealisten anwendeten. Die Computergrafiken von Carmen Windt irritieren nicht. Sie besitzen alle eine positive Grundstimmung, denn das „Prinzip Hoffnung“ ist eine Lebens-maxime der Künstlerin, deshalb besitzen sie alle eine strahlende Farbigkeit. Die Kunstwerke erzeugen beim Betrachter emotionale Assoziationen, die in Verbindung mit den sehr prägnanten Titeln Deutungsmöglichkeiten anbieten.

Aber sie selbst sagt:“Jeder Betrachter sollte in sich hinein horchen und seine eigenen Empfindungen aufspüren, auch wenn er ein Bild umdreht und es ganz anders interpretiert, ist es mir recht!“.

 C. Rose (2013) Vita Carmen Windt

Letzte Ausstellung: 2013 in Gorz „Bit-schön – digitale Spurensuche“ (Computergrafiken)
Nächste Ausstellung: November 2014 in Berlin-Friedenau „Stilles Leben in Friedenau“ (Acrylbilder, Collagen, Computergrafiken)

Kontakt
Website: www.carmen-am-windt.de

Email: camwindt@gmx.net

Zurück