DIHK erwartet Negativrekord bei Unternehmensgründungen

  • 18.09.2012
  • Lotsendienst
  • von Lotsendienst

"Wir rechnen mit weniger als 400.000 Neugründungen", sagte DIHK-Gründungsexperte Marc Evers der Nachrichtenagentur Reuters. "Das wäre ein Negativrekord." Die Tendenz hatte das Statistische Bundesamt bestätigt, nach dessen Angaben die Zahl der im ersten Halbjahr 2012 errichteten Betriebe um 11,5 Prozent unter dem Vorjahresniveau lag.

Der Großteil des Rückgangs ist auf die nach wie vor gute Situation am Arbeitsmarkt zurückzuführen. Sinkende Arbeitslosenzahlen ziehen nach den Erfahrungen des DIHK sinkende Gründerzahlen nach sich, denn Arbeitslosigkeit ist hierzulande immer noch das Hauptmotiv, ein Unternehmen zu gründen.

Ein weiterer Grund für den Negativtrend ist aber auch der Umstand, dass Arbeitslose seit Jahresbeginn keinen Rechtsanspruch mehr auf einen Gründerzuschuss von der Bundesagentur für Arbeit haben. "Die Zahl der geförderten Gründungen aus der Arbeitslosigkeit heraus ist deshalb um 81 Prozent gefallen", so Evers.

Er sieht gute Chancen für Gründer vor allem bei unternehmensnahen Dienstleistungen: "Viele Unternehmen lagern Leistungen wie etwa die IT-Pflege aus und kaufen sie am Markt zu." Auch im Online-Handel und in den Bereichen Umwelttechnik, Energieeffizienz und erneuerbare Energien hätten Gründer gute Zukunftschancen.

Quelle: www.dihk.de

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